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Drucklexikon

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Halbtonvorlage
Mit Halbtonvorlagen bezeichnet man allgemein Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.

Hardproof
Unter dem Begriff Hardproof fasst man im Gegensatz zum Softproof die Verfahren zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses zusammen, die ein materielles Ergebnis – meist einen Papierausdruck – liefern. Je nach den zu überprüfenden Eigenschaften lassen sich Blaupause (Blue Print), Imposition Proof (Layout-Proof), Color Proof, Raster-Proof und Maschinen-Proof (oft auch Andruck genannt) unterscheiden.

Hartpostpapiere
Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand "hart" klingen.
Papierlieferanten wie z.B. Papierunion Deutschland liefern ein umfangreiches Sortiment an verschiedenen Papiersorten

Heatset
Heatset-Farben sind Druckfarben, die nach dem Druckprozess im Wesentlichen durch kurzzeitiges Erhitzen trocknen. Dies geschieht durch Heißluft bei Temperaturen von 120 bis 150 ºC. Heatset-Farben werden im Rollenoffsetdruck verwendet.

Heften
Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.

HKS-Farben
HKS ist ein Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

Hochdruck
Im Hochdruck (auch Buchdruck) werden die erhöhten Teile einer Druckform mit Druckfarbe eingefärbt und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Numerieren etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet. Bei Verpackungen kann sich der Hochdruck als Flexodruck gegen Offset- und Tiefdruck behaupten.

Hochzeit
Als Hochzeit bezeichnet man scherzhaft ein im laufenden Text fälschlich doppelt gesetztes Wort.

Holzhaltiges Papier
Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.

Homepage
Die Homepage ist die Eröffnungsseite beziehungsweise Ausgangsseite eines Angebots im World Wide Web. Sie dient dazu, den ersten Kontakt mit dem Internet-Nutzer herzustellen, und enthält in der Regel eine kurze Selbstdarstellung des Anbieters sowie ein Menü zum Aufruf der übrigen Inhalte des Web-Angebots. Mit Homepage wird oft fälschlich auch ein gesamtes Internet-Angebot bezeichnet.

HSB
Das Farbmodell HSB arbeitet zur Beschreibung von Farben analog zur menschlichen Farbwahrnehmung mit den drei Größen Farbton (Hue), Sättigung (Saturation, auch Chroma) und Helligkeit (Brightness, auch Luminance). Der Farbton ist durch seine Position auf einem Farbkreis definiert und wird durch einen Winkel zwischen 0 und 360° angegeben. Die Sättigung entspricht dem Anteil von Grau in der Farbmischung und hat Werte zwischen 0 Prozent für grau und 100 Prozent für die reine Farbe. Für die Helligkeit gibt es ebenfalls einen Wert zwischen 0 Prozent für Schwarz und 100 Prozent für Weiß.

HTML
Die Seitenbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language) dient zur Formatierung von Dokumenten für das World Wide Web im Internet. HTML ermöglicht Verknüpfungen zwischen Seiten und auch die Darstellung von multimedialen Daten im gesamten Internet. Mit Hilfe eines Browsers lassen sich HTML-Dokumente mit allen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen in gleicher Weise lesen. Als Besonderheit haben solche Seiten keine fest definierte Typografie. Schriftart und -größe stellt der Leser an seinem Bildschirm selbst ein.

HTTP
Abkürzung für "Hypertext Transfer Protocol", im World Wide Web genutztes Protokoll zur Datenanforderung. HTTP basiert auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP und organisiert die Kommunikation zwischen dem Internet-Server und dem Browser des Anwenders.
Dazu baut HTTP bei jeder Datenanforderung durch einen Browser eine neue Verbindung zum Server auf. Bei der Datenanforderung informiert HTTP den Web-Server über die beim Client vorhandene Hard- und Software (Bildschirmdarstellung, Browser, HTTP-Version etc.) und überträgt ein "Antwortformular". Der WWW-Server schickt das Formular ausgefüllt zurück und übermittelt die Datei-Informationen (z.B. Dateigröße, Response-Code, Typ und Erstelldatum der Daten). Dieses etwas umständliche Verfahren erlaubt innerhalb bestimmter Grenzen den Datenaustausch zwischen einander unbekannten Partnern und ermöglicht dadurch das Funktionieren des World
Wide Web.

Hurenkind
Scherzhafte Bezeichnung für eine am Anfang einer Textspalte stehende Schlußzeile eines Absatzes. Ein Hurenkind ist ein typographisch nicht zulässiger Umbruch.

Hypertext
Mit dem Begriff Hypertext bezeichnet man eine zusätzliche Funktionalität von elektronischen Dokumenten, die darin besteht, dass man sie über Sprungstellen ("Links") untereinander verknüpfen kann. Ein solcher Link ist an ein beliebiges Objekt eines Dokuments (Textstelle, Bild etc.) gebunden und nimmt auf dessen Inhalt Bezug. Durch Anklicken mit der Maus auf dem Bildschirm löst man den Sprung zu dem verbundenen Dokument aus. Dort finden sich dann beispielsweise Erläuterungen oder zusätzliche Informationen zu dem betreffenden Inhalt. Ursprünglich waren Hypertextsysteme auf individuellen Computern oder in lokalen Netzwerken untergebracht. Durch das World Wide Web, das sich wesentlich auf Hypertext stützt, hat dieses Konzept eine globale Bedeutung erlangt.

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